· Pressemitteilung

Einblicke in die Ganztagsbetreuung: Landtagsbesuch am Aktionstag der Wohlfahrtspflege

Das Bild zeigt von Martin Heilingbrunner, Eva Lettenbauer und Helga Mandlik. Die drei stehen in der Sonne nebeneinander.
v.l.n.r.: Martin Heilingbrunner, Eva Lettenbauer MdL, Helga Mandlik
Das Bild zeigt Martin Heilingbrunner und Wolfgang Fackler, die mit zwei Schülerinnen an einem runden Tisch sitzen und für die Schülerzeitung interviewt werden.
Martin Heilingbrunner und Wolfgang Fackler MdL beim Interview für die Schülerzeitung.

Beim Aktionstag der Freien Wohlfahrtspflege Bayern erhielten zwei Landtagsabgeordnete einen direkten Einblick in die schulische Ganztagsbetreuung des Bayerisches Rotes Kreuz im Kreisverband Nordschwaben in Donauwörth. Das Rote Kreuz betreut an zwei Grundschulen knapp 300 Kinder während der Schulzeit. Im neuen Schuljahr besteht ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung als auch Angebote in den Ferien. Beim Aktionstag beteiligen sich 15 Einrichtungen des Ganztags in Bayern.

Wolfgang Fackler MdL besuchte den Ganztag an der Gebrüder-Röls-Grundschule. Eva Lettenbauer MdL informierte sich parallel über die Arbeit an der Sebastian-Franck-Grundschule. Beide Politiker nahmen sich Zeit, den Alltag der Kinder und Betreuerinnen und Betreuer hautnah zu erleben: Sie begleiteten das gemeinsame Mittagessen, unterstützten bei Freizeitangeboten und halfen bei der Hausaufgabenbetreuung.

Begleitet wurden die Besuche von Martin Heilingbrunner, Sachgebietsleiter für Soziale Arbeit des BRK-Kreisverbandes Nordschwaben. Er nutzte den Austausch, um zentrale Forderungen der Freien Wohlfahrtspflege Bayern zu teilen – insbesondere für mehr Inklusion im Ganztag. Ganztagsangebote leisten einen wichtigen Beitrag zur Bildung und sozialen Entwicklung von Kindern. Sie ermöglichen individuelle Förderung, stärken soziale Kompetenzen und schaffen Räume für gemeinsames Lernen und Erleben. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Chancengerechtigkeit, indem sie Kindern unabhängig von ihrer Herkunft Bildung und Teilhabe ermöglichen. Die Schulleitung der Grundschule in der Parkstadt Frau Helga Mandlik betonte aus Ihrer Sicht die Bedeutung des Ganztags.

Ein wichtiges Thema war außerdem der bürokratische Aufwand: Der Antrag für die beiden Ganztagsangebote umfasst derzeit jährlich rund 500 Seiten Papier. Digitale Lösungen könnten hier eine enorme Entlastung schaffen. Zudem bemängelte Heilingbrunner das derzeitige gruppenbezogene Förderprinzip. Dieses führe zu erheblichen Fördersprüngen und erschwere eine verlässliche, geordnete Refinanzierung der Angebote.

Der Aktionstag zeigte deutlich: Der Ganztag ist ein wichtiger Baustein für Bildung, Betreuung und Teilhabe – und braucht verlässliche Rahmenbedingungen, damit Träger wie das BRK, die Schulen und auch Kommunen wie die Stadt Donauwörth ihre Arbeit weiterhin erfolgreich leisten können.